Translate
Stadtzentrum
1800

FSU: Institut für Geographie/Lehrstuhl für Physische Geographie

Ort: Hauptfoyer , Löbdergraben 32

Zurück in die Vergangenheit – Dem Klima- und Umweltwandel auf der Spur

Wie Kriminalermittler rekonstruieren die Wissenschaftler der Physischen Geographie aus vielen Indizien und Hinweisen, wie sich unsere Erdoberfläche im Laufe von Jahrtausenden verändert hat und welche Prozesse unsere Umwelt prägten.

Der Lehrstuhl Physische Geographie stellt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Pollenanalyse einige Methoden vor, um aus verschiedenen Klima- und Umweltarchiven Rückschlüsse auf die Entwicklung des Klimas und auf die Veränderung der Landschaft zu ziehen. Archive sind zum Beispiel Seen, Moore, Auen, archäologische Befunde und Bodenprofile - und die Neugier lockt die Wissenschaftler auch in abgelegenste Gebiete weltweit. War es einst kühler oder wärmer, feuchter oder trockener, vom Eis bedeckt oder Wüste? Wie Kriminalermittler rekonstruieren die Forscher aus vielen Indizien und Hinweisen, wie sich unsere Erdoberfläche im Laufe von Jahrtausenden verändert hat und welche Prozesse unsere Umwelt prägten. Hierbei spielt auch die zeitliche Einordung der Prozessabläufe eine entscheidende Rolle, wozu verschiedene Datierungsmethoden genutzt werden. Anschaulich vorgestellt werden mehrere mikroskopische und moderne (bio)geochemische Methoden mit denen Probenmaterial aus den verschiedenen Archiven analysiert werden. Des Weiteren wird eine Methode zur Quantifizierung von Abtragungs- und Ablagerungsraten präsentiert.

Vor jeglicher Laboranalyse steht die Probengewinnung im Gelände im Vordergrund, zu der die Wissenschaftler in die ganze Welt und zum Teil in sehr entlegene Regionen reisen. Pflanzen-, Boden- oder Seebodenproben werden mittels verschiedener Probenentnahmetechniken gewonnen, von denen einige theoretisch und praktisch vorgestellt werden. Nachdem das Material, nach Jena transportiert wurde, ist, je nachdem welche Parameter untersucht werden sollen, eine Vielzahl an chemischen Aufbereitungsschritten notwendig, um das Material entsprechend vorzubereiten. Hierbei kommen Säuren, Basen oder organische Lösungsmittel zum Einsatz, welche die festen Bestandteile der Proben in Lösung und somit in eine analysierbare Form bringen können. Die so aufbereiteten Proben werden dann mittels moderner Analysegeräte untersucht, um somit z. B. verschiedenste Elementgehalte, Gehalte an organischer Substanz oder sogar bestimmte organische Verbindungen zu quantifizieren. Teilweise kommt auch Röntgenstrahlung zum Einsatz, um verschiedene Minerale in den Proben zu identifizieren. Die so gewonnenen Daten stehen für bestimmte Prozesse, sind also sogenannte Stellvertreter(“Proxy”)-Daten, die zusammen mit umfangreichem Wissen um die Untersuchungsgebiete hinsichtlich Umweltveränderungen interpretiert werden.

 
Bildnachweis (c) copyright: Jan-Peter Kasper/FSU
Hier wird der Klimawandel deutlich: Gletscherstand gestern und heute vom größten Gletscher Österreichs, der Pasterze.

Zurück in die Vergangenheit – Dem Klima- und Umweltwandel auf der Spur

Tickets gibt es in der Jena Tourist-Information und online unter www.jena.de/tickets.
 

Aktueller Hinweis


Aktuell können keine Online-Tickets mehr verkauft werden.

Sie können aber an der Abendkasse bei folgenden Stellen ein Ticket erwerben:

Die Jena Tourist-Information hat dafür extra bis 22:00 Uhr geöffnet. Ab 16:00 Uhr werden die Tickets zum Abendkassenpreis verkauft. Sichern Sie sich also rechtzeitig Ihre Tickets!

Zusätzliche Abendkassen wird es am Veranstaltungsabend (22. November 2019) von 18:00 bis 22:00 Uhr an folgenden Standorten geben:

- Beutenberg Campus (Abbe-Zentrum)
- EAH – Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Haus 2, Haupteingang)
- Universitätsklinikum (Lobeda, Haupteingang)
- FSU-Campus (Ernst-Abbe-Platz)
#LNDWJena
Lange Nacht der Wissenschaften 2019 wird gefördert und unterstützt durch: